
30. März 2026
Spela Hercog
Unterscheidung von Paar- & Familientherapie

Wenn Sie sich unsicher sind ob eine Paar- oder Familientherapie für Sie in Frage kommt, kann dieser Artikel hilfreich sein.
Paartherapie und Familientherapie sind beides psychotherapeutische Angebote, die sich mit Beziehungen und zwischenmenschlichen Konflikten befassen. Sie unterscheiden sich jedoch in Zielgruppe, Fokus und Arbeitsweise.
Paartherapie
Die Paartherapie richtet sich an zwei Menschen in einer partnerschaftlichen Beziehung – unabhängig davon, ob sie verheiratet sind oder nicht. Im Mittelpunkt steht die Paarbeziehung selbst.
Typische Themen sind:
- Kommunikationsprobleme
- wiederkehrende Konflikte
- Nähe- und Distanzthemen
- Vertrauensverletzungen oder Krisen
- Entscheidungsfindung (z. B. Trennung oder Neubeginn)
Ziel der Paartherapie ist es, Beziehungsmuster zu verstehen, neue Formen der Kommunikation zu entwickeln und die partnerschaftliche Beziehung zu klären oder zu stabilisieren.
Familientherapie
Die Familientherapie bezieht sich auf ein ganzes Familiensystem oder Teile davon. Dazu können Eltern, Kinder (auch erwachsene), Geschwister oder andere Bezugspersonen gehören. Der Fokus liegt weniger auf einzelnen Personen, sondern auf den Beziehungen und Rollen innerhalb der Familie.
Typische Themen sind:
- anhaltende familiäre Konflikte
- Belastungen durch Krankheit oder psychische Probleme eines Familienmitglieds
- Schwierigkeiten in Übergangsphasen (z. B. Pubertät, Auszug der Kinder, Trennung)
- Kommunikations- und Loyalitätskonflikte
Ziel ist es, dysfunktionale Interaktionsmuster zu erkennen und Veränderungen im gesamten Familiensystem zu ermöglichen.
Zentrale Unterschiede auf einen Blick
- Teilnehmende:
Paartherapie → zwei Partner:innen
Familientherapie → mehrere Familienmitglieder - Fokus:
Paartherapie → die partnerschaftliche Beziehung
Familientherapie → das familiäre Beziehungssystem - Ziel:
Paartherapie → Klärung und Entwicklung der Paarbeziehung
Familientherapie → Verbesserung der familiären Dynamik
